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26. August 2017

Mein Termin bei der Psychotherapeutin

war ein totaler Reinfall. Aber wirklich.
Sie ist zwar sehr nett und ich habe mich auch gut aufgehoben gefühlt, aber von der Aussage am Telefon, dass ich - wenn das Gespräch gut läuft - innerhalb von 3 Monaten bereits meine Psychotherapie bei ihr anfangen kann, ist nichts mehr übrig geblieben. Nun soll ich 1 1/2 Jahre warten, das ist ein enormer Zeitunterschied und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Ich bin so enttäuscht. Ich habe mich wirklich darauf gefreut wieder intensiv mit professioneller Unterstützung an mir arbeiten zu können, allerdings ist davon nun nichts mehr übrig. Wenn ich Glück habe, wohne ich in 1 1/2 Jahren gar nicht mehr hier, sondern verfolge meinen Traum von einem Leben in meiner Traumstadt Wolfsburg. Aber trotzdem stehe ich nun auf ihrer Warteliste. Mal abwarten. Sie meinte jedoch, dass wenn es akut wird, dass ich immer zum Gespräch kommen kann. Wow. Hilft bombastisch. Ich dachte es geht jetzt wieder in die richtige Richtung und wenn meine depressiven Schübe kommen, lerne ich damit besser umzugehen, bzw. sie zu bewältigen, aber ich kriege nun keine Chance diese Möglichkeiten kennenzulernen. Ich bin noch zu instabil um zu wissen wie ich mich vor mir selbst schützen kann und brauche die Hilfe.

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Nächste Woche Samstag habe ich Geburtstag. Von meinen Augustzielen ist, wie bereits im letzten Post erwähnt nichts mehr übrig. Ich habe nicht mehr gekocht, wiege nicht unter 80 kg, habe zwar mit dem rauchen aufgehört und wieder angefangen, vor 4 Tagen wieder die Kippen weggeschmissen und vorhin nochmal zwei weggeraucht. Ich bin so unzufrieden mit mir selber und verkrieche mich momentan am liebsten unter meiner Bettdecke und will mit keinem reden. Ich will Ben & Jerry's Eis, in den Arm genommen werden, weinen ohne dass es einer mitbekommt und den ganzen Tag Disneyfilme schauen. Also ein bemitleidenswertes Leben führen statt glücklich sein. Und das obwohl alles ganz gut läuft. Ich werde 21, habe mit ekelhaften Menschen und einer scheiß Ausbildung abgeschlossen, habe einen Nebenjob, bin über meinen Ex hinweg, habe neue Freunde gefunden, wohne wieder zuhause und habe eine bessere Bindung zu meinen Eltern. Und trotzdem bin ich unglücklich. So wie ich mich kenne ist das eh wieder nur eine meiner Phasen und es geht vorbei, aber was wenn nicht? Was wenn ich mich gefühlsmäßig und psychisch wieder auf den Stand von Januar 2016 begebe, also dem Monat, in dem ich versucht habe mir das Leben zu nehmen? Was dann?

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